The Walking Dead (Staffel 1 bis 3 – spoilerfrei)

Ohne Spoiler für diejenigen von euch, die sie noch schauen wollen oder unentschlossen sind.

“Damit eines klar ist: wenn ihr bleibt, dann ist das alles hier keine Demokratie mehr.” (Rick)

Diese Serie, basierend auf den Comics von Robert Kirkman, wird wohl schon sehr vielen bekannt sein, da sie zur Zeit sehr populär ist, trotzdem will ich die ersten drei Staffeln euch einmal näher bringen.

Es geht um eine Gruppe Menschen, die nach einer Apokalypse durch Zombies, um ihr Überleben kämpft und nach einem dauerhaft sicheren Unterschlupf sucht.

Angeführt wird diese von Rick Grimes (Andrew Lincoln), einem Sheriff, der nach einer Schussverletzung in einer verlassenen Welt aufwacht und seine Frau Lori (Sarah Wayne Callies) und Sohn Carl (Chandler Riggs) sucht und wiederfindet.

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Weiterhin besteht die Gruppe aus Ricks Freund und Kollegen Shane (Jon Bernthal), Glenn (Steven Yeun), dem Armbrustschützen Daryl (Norman Reedus), der anfangs durch ihren Mann verunsicherten Carol (Melissa McBride), der taffen Andrea (Laurie Holden), der schönen Maggie (Lauren Cohen), dem weisen Hershel (Scott Wilson), Beth (Emily Kinney) und der ruhigen aber kämpferischen Michonne (Danai Gurira).

In Folge sind diese Mitglieder nicht von Anfang an zusammen, sondern sie kommen hinzu oder sterben auf dem langen Weg, durch die von gnadenlosen “Beißern” überflutete Gegend von Atlanta, im Südosten der USA.

Die Zombiebedrohung ist nicht vordergründig, aber allgegenwärtig und es werden die Charaktere, jeder mit speziellen Fähigkeiten, teils eigenwilliger Waffenwahl (bei Comics aber verständlich), Vorzügen und Fehlern, betrachtet. Es enstehen Konflikte, Feindseeligkeiten und Auseinandersetzungen, da so grundverschiedene Menschen einen Weg gemeinsam bestreiten und sich helfen müssen.

Die Gefahren lauern in der Gruppe, aber auch außerhalb, durch Zombies und andere Menschen, wie zum Beispiel dem Governor (David Morrissey), dessen Vorgeschichte in Romanen erzählt The Walking Dead (Staffel 1 bis 3   spoilerfrei) wird.

4250148707101 B1 Kopie The Walking Dead (Staffel 1 bis 3   spoilerfrei)

“Als Christus uns die Auferstehung der Toten versprach, da dachte ich, er hätte damit was anderes gemeint.” (Hershel)

Was mir an der Serie gefällt, ist Konfrontation und Zusammenstellung der Gruppe, hierbei besonders die Charakterentwicklung, wie sich Menschen in einer scheinbar hoffnungslosen Postapokalypse entwickeln.

Herausgreifen möchte ich einmal Carl, der in der Serie zunehmend erwachsen wird und anfangs noch recht schüchtern rüberkommt, aber im Laufe der Staffeln zu einem sehr pragmatischen Kämpfer heranwächst, der sicher an der Schusswaffe ist.

Erschreckend ist es, wie scheinbar kalt er mit seiner Mutter umgeht, nachdem sie ein Kind bekommen hat. Das ist aber auch ein markantes Zeichen der Serie da sie Themen, wie Selbstmord, Tötung aus “Vorsicht” (Infizierte und bedrohliche Gefangene), brisante moralische Konflikte und Rassismus, herausgreift.

4250148707101 B8 Kopie The Walking Dead (Staffel 1 bis 3   spoilerfrei)

Weiterhin ist die Maske der Zombies überragend, lobenswert und preisgekrönt, da sie sehr “authentisch” und aufwendig gestaltet ist. Für Fans von Untoten und einer posytapokalyptischen Welt, zum Glück nicht zu sehr Splatter, ist die Serie devinitiv ein Muss, obwohl mir persönlich das gewisse Etwas fehlt.

Ich will nicht sagen, dass es immer das Gleiche ist wie: “Eine Stadt mit Zombies – schnell weg! Noch eine Stadt mit Zombies – schnell weg! Ach nein wir haben jemand vergessen – schnell zurück und dann weg!” Ich weiß das Argument des Überlebens ist hier unschlagbar und ich will Fans nicht auf den Schlips treten, es ist halt meine persönliche Meinung.

Komischerweise wurde sie auch kaum für einen großen Serienpreis nominiert, außer in oben genannter Kategorie, Bearbeitung und visuellen Effekten, was vielleicht ein Indiz dafür ist.

4250148707880 B3 Kopie The Walking Dead (Staffel 1 bis 3   spoilerfrei)

Der Soundtrack ist aber sehr schön, da die Lieder jeder Folge absolut passend sind und die Stimmung grandios umsetzt. Meist sind es ruhige Stücke, die aber sehr eingehend für den Zuschauer sind, nicht nur wenn man schaut, sondern auch außerhalb.

Als Comicverfilmung ist sie trotzdem sehr gut und der gewisse Humor fehlt definitiv nicht. Das es während der Produktion immer wieder Probleme mit dem Showrunner gab, ist sehr bedauerlich wie auch, dass Frank Darabont, Schöpfer der Serie, im Klinsch mit dem Sender AMC liegt und diesen zur Zeit verklagt.

 

 

Genre: Horror, Drama, Thriller

Schöpfer: Frank Darabont

Episoden: 35 in 3 Staffeln

Länge pro Episode: Pilot 67, der Rest ca. 45 Minuten

FSK: 18

Jahr: 2010 bis 2013